Von der Idee, zu den Anfängen und der Umsetzung in der Zukunft.

Autonomes Fahren - eine Idee aus der Vergangenheit

Dreh- und Angelpunkt von EASYRIDE ist das automatisierte und vernetzte Fahren – oder kurz: die Zukunft der urbanen Mobilität. Dabei ist die Idee des autonomen Fahrens nicht neu. Sie wurde bereits im Jahre 1939 auf der Weltausstellung im Rahmen der Ausstellung „Futurama“ präsentiert. Die Vision von damals ist bereits heute in ersten Ausprägungen auf den Straßen zu sehen. Der Weg von der abstrakten Idee bis zur Umsetzung erfolgte schrittweise durch Fahrassistenzsysteme, die es dem Fahrer erlauben, Teile der Fahraufgabe an das Fahrzeug abzugeben. Weitere technische und infrastrukturelle Innovationen werden es möglich machen, mehr und mehr Aufgaben des Fahrers auf das Fahrzeug zu übertragen.

easyride - Schema - Level der Automatisierung

Level der Automatisierung

Anhand des Automatisierungsgrads, also wie viele Fahraufgaben das Fahrzeug selbstständig übernehmen kann, kann die Technologie in verschiedene Stufen unterschieden werden. Ausgehend von einer Stufe 0, bei der Fahrende für Längs- und Querführung des Fahrzeugs zuständig sind, kann beim assistierten Fahren (Stufe 1) eine der beiden Führungen von einem Assistenzsystem übernommen werden. Beim automatisierten Fahren (Stufe 2-4) wird die Fahrerin oder der Fahrer als Rückfallebene benötigt. In der letzten Entwicklungsstufe 5, dem fahrerlosen Fahren, kann die Fahraufgabe vom Fahrzeug vollumfänglich auf allen Straßentypen, in allen Geschwindigkeitsbereichen und unter allen Umfeldbedingungen durchgeführt werden.

 

Der Verband der Automobilindustrie erwartet, dass Level 5 voraussichtlich in der nächsten Dekade verfügbar sein wird (Stand 2018). Eine Aussage zur zeitlichen Umsetzung ist jedoch spekulativ. Hochautomatisierte Fahrzeuge werden zunächst auf Autobahnen unterwegs sein, während parallel dazu autonom fahrende Fahrzeuge im Rahmen von Pilotprojekten in Innenstädten starten werden.

 

Datenaustausch - ein essentieller Baustein auf dem Weg zur Automatisierung

Wichtige Bausteine hierfür sind die Vernetzung und der Datenaustausch. Im Zuge der zunehmenden Automatisierung der Fahrzeuge bis hin zum Ziel eines autonomen Fahrzeugs werden auch verkehrstelematische Systeme (Vehicle-to-Infrastructure, V2I) eine entscheidende Rolle spielen. Automatisierte Fahrfunktionen sind auf Informationen der Umfeldsensorik des Fahrzeugs (Kamera, Radar, Lidar, teilweise Ultraschall) und die zugehörigen Sensordatenverarbeitungssysteme angewiesen.

Chancen und Herausforderungen des automatisierten und vernetzten Fahrens

Zahlreiche Simulations-Studien, die sich mit den Effekten autonomer Fahrzeuge in Sharing- oder auch Ride-Pooling-Flotten beschäftigt haben, haben folgende verkehrliche/ infrastrukturelle Wirkungen als wahrscheinlich eingestuft:

  • Erhöhung des Verkehrsaufkommens aufgrund von Leerfahrten autonomer Fahrzeuge
  • Verbesserung des Verkehrsflusses rein autonomer Flotten, zum Beispiel auch an Lichtsignalanlagen
  • Reduzierung von wiederholtem Fahrspurwechsel • Reduzierung der Verkehrsunfallrate (90 Prozent aller Verkehrsunfälle entstehen durch menschliches Versagen)
  • Geringerer Bedarf an Parkflächen (ruhender Verkehr)

 

Demgegenüber stehen die Befürchtungen, dass sich das Verkehrsaufkommen aufgrund zunehmender Akzeptanz (autonomer) Mobilitätsangebote zu Lasten des öffentlichen Verkehrs erhöht und die Zahl der Fahrzeugkilometer je Fahrzeug wächst. Die im Rahmen von EASYRIDE entwickelten Szenarien finden Sie hier

Szenarien 2030+